| Der Erfolg des postklassischen
Kinos hält seit Mitte der 1970er Jahre unvermindert
an. Seitdem Filme wie JAWS und STAR WARS den Blockbuster
etablierten, entwickelte sich jene Form des populären
Kinos weiter, in der das ostentative Spiel mit der eigenen
Geschichte, etablierten Narrationsformen und den Bedingungen
des Mediums zu einem zentralen Element geworden ist. Neben
einem hohen Maß an Selbstreferentialität und
der Hinwendung zu einem heterogenen „Kino der Attraktionen”
gehört die gezielte Ausstellung der (Benutzer-)Oberfläche
filmischer Welten zu den Merkmalen dieser Spielform. Diesem
Vortrag kommt es darauf an, in einer kritischen Annäherung
an den Begriff |
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der Postklassik ästhetische,
technische und institutions-geschichtliche Veränderungen
zu beschreiben, die bis heute nicht allein das US-Blockbuster-Kino
prägen. Es ist zu fragen, ob sich hier ein anderes
Verhältnis zwischen Film und Publikum entwickelt
hat, das den zeitgenössischen Medienerfahrungen und
-nutzungen Rechnung trägt. Inwiefern reagieren postklassische
Produktionen auf die veränderten Rezeptionsbedingungen
jener „user“, die Henry Jenkins als „media-savvy
audience” beschrieben hat? In diesem Zusammenhang
wird der Vortrag u. a. die zeitgenössischen US-Kriegsfilme
als Angebote postklassischer Körpererfahrungen in
den Blick nehmen. |